Apple bestätigt das zwangsweise Vorhandensein von In-App-Kaufoptionen

Kategorie(n) Apple, Apps, Entwickler, News - von Carsten am Mittwoch, 16.02.2011 - 0 Kommentare

Update zu der Meldung, dass Apple die Regularitäten für diejenigen, die über ihre Apps auf externe, kostenpflichtige Inhalte verlinken, verschärfen will: Der Konzern hat sich nun offiziell zu dem Themen geäußert und die neuen Richtlinien bekannt gegeben. Die Vermutungen haben sich bewahrheitet:

Anbieter von Inhalten (dazu zählen Zeitungen, Magazine, Videos, Musik etc.), die Abonnements außerhalb ihrer App verkaufen, müssen parallel dazu eine Kaufoption innerhalb der App bereitstellen. Apple streicht auf diese Weise die üblichen 30% des Kaufpreises als Gewinnbeteiligung ein. Der Preis des In-App-Abos muss dabei ebenso hoch sein wie jenes, das App-extern angeboten wird – oder aber niedriger. Keinesfalls aber darf das In-App-Abo zur teureren Variante werden; somit können die Anbieter der Inhalte den Gewinnausfall nicht auf die Kunden abwälzen.

Diese neue Zwangsverordnung gilt, wie Apple noch einmal unmissverständlich klarmachte, nicht nur für Abonnements, sondern auch für alle anderen Arten von Inhalten, wie zum Beispiel Bücher. Auch ein simpler Hinweis auf eine Kaufoption außerhalb der App ist ohne das Vorhandensein der In-App-Kaufoption verboten.

Weitere Richtlinien besagen, dass Apple künftig solche Apps ablehnen wird, die einen Neustart des iPhones oder des iPads erforderlich machen. Zudem sollen Betrüger (Entwickler, die sich durch Maßnahmen wie manipulierten Bewertungen, Diebstahl von Nutzerdaten oder dem simplen Kopieren von Apps anderer Entwickler) noch rigoroser aus App Store und Dev-Programm geworfen werden, als das bisher schon der Fall war.

Letztendlich stellt dies eine kundenfreundliche (und Applefreundliche) Maßnahme dar. Inwiefern die Anbieter diese neue Zwangsjacke gutheißen, bleibt abzuwarten. Es ist auf jeden Fall nicht auszuschließen, dass einige Inhalte dauerhaft verschwinden werden.

Über - Carsten lebt seit 2003 in Leipzig, studierte Germanistik, Journalistik und Komparatistik. Seit 2009 arbeitet er als Online-Redakteur und schreibt für verschiedene Blogs und Portale. Für apfelfon schreibt er seit 2010 den Großteil der Artikel. Seine Steckenpferde sind Apple-News und Gerüchte sowie Produkttests. Tagesschau und Co. konsumiert Carsten mit Vorliebe über iPhone-Apps; sein Highscore im FruitNinja Arcade Mode liegt derzeit bei 902.

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