Apple’s Bildungs-Event: Was zu erwarten ist

Kategorie(n) Gerüchteküche, iPad, News, Software - von Carsten am Dienstag, 17.01.2012 - 0 Kommentare

Der unoffizielle Apple-Blog TUAW berichtete gestern über die Erwartungen, die laut weiterer Quellen an Apple's so genanntes Education-Event gestellt werden dürfen. Wir fassen die Inhalte für unsere Leser zusammen.

TUAW beruft sich auf auf das bereits in diesem Zusammenhang erwähnte Wall Street Journal sowie das Magazin Ars Technika. Letzteres spricht im Titel auf drastische Weise davon, dass Apple eine Plattform plane, um "die Publikation von Lehrbüchern auf digitale Weise zu zerstören". Damit bezieht sich das Magazin auf ein Zitat des verstorbenen Apple-CEO Steve Jobs, der in der Lehrbuch-Verlagsbranche eine "Industrie mit einem jährlichen Umsatz von 8 Milliarden Dollar, reif für ihre digitale Vernichtung" sah. Konkret bestätigt auch das WSJ, dass das Kernstück des Events wohl die Vorstellung einer neuen Plattform für digitale Lehrbücher sein werde. Angeblich soll Apple bereits seit einiger Zeit mit verschiedenen Lehrbuch-Verlegern an dieser Plattform gearbeitet haben. Konkret wurden die Namen McGraw-Hill und Cengage Learning in diesem Zusammenhang genannt.

Lehrbuch

Kampfansage an traditionelle Verleger: Apple will ein neues Kapitel in der Geschichte des Lehrbuch-Publishing aufschlagen.

Zu einem gewissen Grade scheint es Apple, getreu der Steve-Jobs-Ära des Konzerns, darum zu gehen, Altbekanntes neu zu erfinden und grundlegend zu verbessern So ist von einem neuen Lehrbuch-Typ die Rede, der wesentlich mehr Interaktivität beinhaltet, als es bei bisherigen Publikationen der Fall war.Das iPad eignet sich natürlich ausgezeichnet zur Nutzung dieses Contents - und man darf mit Fug und Recht annehmen, dass insbesondere das iPad 3 mit der nötigen Technologie ausgestattet sein wird, um die neuen digitalen Lehrbücher optimal darzustellen und zu nutzen. Mit iTunes besitzt Apple auch die fertige Verkaufsplattform für die neuen Produkte. Doch damit nicht genug: Apple plant angeblich auch einen Software-Release, mit der Anwender ihre eigenen e-Books professionell und unkompliziert erstellen können.

Der Technologie-Experte Dr. William Rankin, Interviewpartner von Ars Technica, hält auch die Implementierung von Tools in Lehrbüchern für wahrscheinlich, die Benutzern die soziale Interaktion erlaubt. Da genau diese sich in den letzten Jahren zu einer der Hauptfunktionen moderner Technik entwickelt hat, erscheint diese Annahme äußerst plausibel.

Die bisher verfügbare Software für die Erstellung von eBooks ist laut TUAW nicht gerade benutzerfreundlich und liefert nur mäßige bis ungenügende Resultate. Die Einbindung von Mulitmedia-Elementen ging über rudimentäre Basics nicht hinaus. Doch laut Ars Technica plant Apple, beim anstehenden Education-Event in New York City eine Art "GarageBand für eBooks" vorzustellen, welche die Erstellung von eBooks und Add-On's wesentlich vereinfachen soll - zumindest für Apple-kompatible Hardware. Dass Konkurrenz-Geräte zum iPad, wie zum Beispiel der amazon Kindle von diesen Entwicklungen nicht profitieren werden, erscheint logisch. Apple selbst wird an der Content-Erstellung nur wenig bis gar keinen Anteil haben, sondern sich auf das Geldverdienen konzentrieren und Verleger zur Kasse bitten, die ihre Lehrbücher bei iTunes verkaufen wollen - nachdem sie die nötige Software zur Erstellung iPad-optimierter Inhalte ebenfalls bei Apple gekauft haben. Die Annahme, dass dieses Geschäft auch für Verleger sehr lukrativ sein kann, ist naheliegend; letztendlich wird es aber heißen: Ohne Investition kein Profit - und Apple wird wieder einmal als der große Gewinner dastehen, wenn das Konzept aufgeht.

Über - Carsten lebt seit 2003 in Leipzig, studierte Germanistik, Journalistik und Komparatistik. Seit 2009 arbeitet er als Online-Redakteur und schreibt für verschiedene Blogs und Portale. Für apfelfon schreibt er seit 2010 den Großteil der Artikel. Seine Steckenpferde sind Apple-News und Gerüchte sowie Produkttests. Tagesschau und Co. konsumiert Carsten mit Vorliebe über iPhone-Apps; sein Highscore im FruitNinja Arcade Mode liegt derzeit bei 902.

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