iPad: Exportverbot für China droht

Kategorie(n) iPad, News - von Carsten am Dienstag, 14.02.2012 - 0 Kommentare

Ein frischer Markenrechtsstreit mit möglicherweise üblen Folgen für Apple bahnt sich an: Dem Konzern droht ein Export-Verbot für iPads in der Volksrepublik China.

Das chinesische Unternehmen Proview Technology, welches ursprünglich die alleinigen rechte an dem Produktnamen "iPad" besessen hatte, ist der Urheber des Tumultes. Die Firma hat bereits einen Antrag auf Verbot von Ein- und Auslieferungen des iPad aus beziehungsweise in die Volksrepublik China eingereicht. Falls dieser Antrag angenommen wird, bedeutet dies für Apple einen harten Schlag. Denn nicht nur die Produktion der erfolgreichen Smartphones, Tablets und iPods wird zu einem großen Teil in China abgewickelt - auch als Absatzmarkt wird das riesige Land immer interessanter, wie die neueren Entwicklungen im Land (Randale vor den Apple Stores) hinlänglich bewiesen haben.

iPad: Exportverbot für China

iPad: Exportverbot für China?

Dabei handelt es sich bei diesem Streit eigentlich um so genannte "old news". Apple jedoch verweist darauf, dem Unternehmen Proview Technology vor Jahren schon sämtliche weltweit gültigen Rechte für die Nutzung des Namens "iPad" abgekauft zu haben. Allerdings sieht der Konzern das anders und erkennt diese angeblich feststehende Tatsache nicht an - zumindest nicht, was die Nutzung des Namens in China selbst betrifft. Angeblich soll der Verlauf von iPads in einigen Städten Chinas bereits offiziell eingestellt worden sein. Die Gerichte sind sich indes uneins: Während Hong Kong (von Natur aus immer ein bisschen rebellisch gegenüber dem großen Bruder China) sich auf die Seite von Apple geschlagen hat, entschied ein Gericht in Shenzen zugunsten des chinesischen Unternehmens. Nun soll die Sache vor den obersten Gerichtshof in Guandong kommen und dort am 29. Februar abschließend verhandelt werden.

Chinesische Flagge

Aus China weht ein eisiger Wind in Richtung Apple

Die Position für den kalifornischen Konzern ist in China durchaus nicht die beste - ungeachtet des Status, den die Produkte bei der Bevölkerung haben. Denn die Chinesen sind sehr bedacht darauf, ihre eigenen Interessen zu wahren und entscheiden daher im Zweifelsfall eher zugunsten heimischer Konzerne. Somit bleibt Apple wahrscheinlich nur, einem Vergleich zuzustimmen und (erneut) hohe Summen an Proview Technology zu zahlen. Andernfalls müsste Apple in Befufung gehen oder, und das dürfte dem Konzern am wenigsten schmecken, ein Im- und Exportverbot für China akzeptieren.

Bilder: flickr/ Yagan Kiely /foolip

Über - Carsten lebt seit 2003 in Leipzig, studierte Germanistik, Journalistik und Komparatistik. Seit 2009 arbeitet er als Online-Redakteur und schreibt für verschiedene Blogs und Portale. Für apfelfon schreibt er seit 2010 den Großteil der Artikel. Seine Steckenpferde sind Apple-News und Gerüchte sowie Produkttests. Tagesschau und Co. konsumiert Carsten mit Vorliebe über iPhone-Apps; sein Highscore im FruitNinja Arcade Mode liegt derzeit bei 902.

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