Pleiten, Pech und Pannen: Ping startet mit Kinderkrankheiten

Kategorie(n) News, Softwareupdate - von Carsten am Montag, 06.09.2010 - 0 Kommentare

Nach einem erfolgreichen Start des Apple-internen Social Networks „Ping“, welches laut Apple-Pressemitteilung innerhalb der ersten 48 Stunden nach seiner Veröffentlichung 3 Millionen Mal heruntergeladen wurde, sind nun bereits viele Beschwerde-Stimmen laut geworden. Die Unzufriedenheit hat sich auch bereits in zahlreichen Deaktivierungen des gerade erst installierten Netzwerk-Dienstes niedergeschlagen. „Ping“ ist ein Programm, bei dem Apple-User ihre Musikkäufe im iTunes-Store publik machen, Rezensionen zu Songs, Alben oder Künstlern schreiben und sich über Musik austauschen können.

Tatsache ist, dass Ping ohne die vorherige Installation von iTunes 10 überhaupt nicht funktioniert. Als nächstes hatte Apple bereits unmittelbar nach dem Start von „Ping“ mit dem Angriff der Spammer zu kämpfen. Haufenweise Kommentare mit Werbung für vermeintlich kostenlose iPhones tauchten plötzlich auf den Seiten des Social Networks auf.  Harmlos, aber amüsant (außer für Apple) dagegen die Aktion eines besonders gewitzten Users, der sich den Benutzernamen „Steve Jobs“ gesichert hatte. Auf diese Weise generierte er binnen kürzester Zeit eine enorme Anzahl an Freunden. Im Anschluss daran änderte er seinen Namen jedoch, was dazu führte, dass viele User plötzlich einen Fremden unter ihren Freunden hatten und daher annahmen, dass ihr Account gehackt worden sei.

Inwieweit die Künstler, die in Apples neuer Marketing-Maschine ja eine nicht unerhebliche Rolle spielen, sich um die Pflege ihrer Profile kümmern werden, lässt sich natürlich nur schwer beurteilen. Da quasi alle mittlerweile einen Twitter-Account sowie Facebook, MySpace und natürlich auch eine ureigene Homepage haben, bleibt abzuwarten, ob unique Content für das Apple-Netzwerk im ausreichenden Stil zustande kommt. Lady Gaga jedenfalls beschränkte sich bis dato darauf, ihre Tweets an Ping weiterzuschicken, was auch nicht ohne Probleme von statten ging, da Links und Bilder nicht mitgeschickt wurden. Eine Facebook-Anbindung für „Ping“ ist bis dato überhaupt nicht existent, was unter den Benutzern auch nicht gerade Begeisterung hervorruft.

Über - Carsten lebt seit 2003 in Leipzig, studierte Germanistik, Journalistik und Komparatistik. Seit 2009 arbeitet er als Online-Redakteur und schreibt für verschiedene Blogs und Portale. Für apfelfon schreibt er seit 2010 den Großteil der Artikel. Seine Steckenpferde sind Apple-News und Gerüchte sowie Produkttests. Tagesschau und Co. konsumiert Carsten mit Vorliebe über iPhone-Apps; sein Highscore im FruitNinja Arcade Mode liegt derzeit bei 902.

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