Nintendo hat mehr Angst vor Apple als vor Microsoft
,Reggie Fils-Aime der Präsident von Nintendo Amerika, hat in einem Interview mit dem Forbes Magazine gestanden, dass Nintendo Apple in puncto Spiele für einen größeren und vor allem unmittelbareren Konkurrenten als Microsoft hält. Am meisten Gefahr sieht Fils-Aime bei den iPhones und iPods, die sehr beliebt für „willkommene Ablenkungen“, also für das Spielen nebenbei genutzt würden. Dies stelle für Nintendo eine „ernstzunehmende Bedrohung" dar, so Fils-Aime.
Der erste schwerere Schlag für Nintendo könnte bereits zum kommenden Weihnachtsgeschäft anstehen, da bei Nintendo eine neue Konsole oder zumindest ein trendiges Gadget fehlt, um die Verkäufe anzukurbeln. Das Nintendo DS Handheld ist mittlerweile sechs Jahre alt, während die Wii auch schon vier Jahre auf dem Buckel hat. Der Nintendo CEO Satoru Iwata hatte erst letzten Monat ankündigen müssen, dass Nintendo mit den Plänen, die 3DS Handheld wie geplant zum Weihnachtsgeschäft 2010 herauszubringen, gescheitert sei. Stattdessen werde das Gerät am 26. Februar 2011 in Japan erscheinen und einen Monat später dann auch auf dem US- und dem europäischen Markt zu haben sein. Die 3DS Handheld soll eine kostenlose 3D-Brille enthalten und das Spielerlebnis dank der 3D-Technologie noch einmal immens steigern.
Apple-CEO Steve Jobs hatte im September große Töne gespuckt, was die Beliebtheit des iPod Touch als Spielgerät angeht:
„Der iPod ist tragbare Spielkonsole Nummer Eins weltweit. Er verkauft sich besser als Nintendos und Sonys tragbare Spielkonsolen zusammengenommen.“
Bescheidenheit war bekanntlich nie eine Stärke des Herrn Jobs. Aber auch wenn diese Zahlen mehrfach angezweifelt wurden, hat Apple in letzter Zeit bewiesen, dass sie den Spielemarkt sehr ernst nehmen. Und der Vorstoß auf den Gaming-Sektor macht sich bezahlt: Nach einer aktuellen Studie hat sich Apple mit 40 Millionen iOS-Gamern im US-amerikanischen Spielbusiness fest etabliert.








