MacBook Air: Apple spickt Geräte mit Feuchtigkeitssensoren

Kategorie(n) Macs, News, Technik - von Carsten am Mittwoch, 03.11.2010 - 0 Kommentare

Gäbe es einen Weg, den Garantiezwang für hochsensible elektronische Geräte und Software zu umgehen, hätte Apple ihn sicher bereits gefunden – und vorsorglich patentiert. So aber setzt der kalifornische Konzern alles daran, ein Kundenverschulden bei Defekten frühzeitig zu erkennen und die (kostenlose) Reparatur zu verweigern. Bestes Beispiel: Das neue MacBook Air, erst kürzlich auf dem Apple-Event „Back to the Mac“ von Steve Jobs angekündigt.

Apple baut schon seit Längerem Feuchtigkeitssensoren in seine Geräte ein, um im Zweifelsfall nachweisen zu können, dass Flüssigkeit in das Notebook, das iPhone oder was auch immer eingedrungen ist, um so auf ein Verschulden des Besitzers hinweisen und die Reparatur verweigern zu können. Bei diesen Sensoren handelt es sich um kleine weiße Scheiben, die sich bei dem Kontakt mit Flüssigkeiten dauerhaft rot verfärben. Beim iPhone beispielsweise befindet sich ein solcher Sensor in der Kopfhörer-Buchse (bei Regen sollte das iPhone daher schnell in der Tasche verschwinden oder besagte Buchse abgedeckt werden).

Das neue MacBook Air stellt in puncto Sensordichte allerdings einen neuen Rekord auf: Gleich neun (!) Sensoren wurden bei „anatomischen Studien“, die man am MacBook Air vornahm, entdeckt. In der Regel sitzen die Sensoren in MacBooks unter der Tastatur und unter den seitlichen Öffnungen.  Im Falle des MacBook Air wird sogar vermutet, dass sich unter den einzelnen Bauteilen noch weitere Sensoren befinden.

Grund für diese Sensorenflut dürften zunehmende Kundenbeschwerden sein. Die Proteste derer, denen eine Reparatur des MacBooks trotz laufender Garantie verweigert wurde, haben sich in letzter Zeit gehäuft. Vielfach behaupteten die User, dass ihr Gerät niemals mit irgendwelchen Flüssigkeiten in Berührung gekommen sei – dennoch sei die Reparatur ihrer Geräte verweigert worden, weil sich einige Sensoren verfärbt hätten. Besonders MacBook-User, die in Breitengraden mit hoher Luftfeuchtigkeit zuhause sind, berichteten von diesem Problem.

Es ist also wahrscheinlich, dass Luftfeuchtigkeit in ausreichendem Maße ebenfalls zur Verfärbung der Sensoren führen kann. Dieser Umstand würde auch die gehäufte Anzahl an Sensoren im neuen MacBook Air erklären – offenbar wird Apple Reparaturen künftig nur noch verweigern, wenn sich eine überdurchschnittlich hohe Anzahl der Sensoren verfärbt hat.

Über - Carsten lebt seit 2003 in Leipzig, studierte Germanistik, Journalistik und Komparatistik. Seit 2009 arbeitet er als Online-Redakteur und schreibt für verschiedene Blogs und Portale. Für apfelfon schreibt er seit 2010 den Großteil der Artikel. Seine Steckenpferde sind Apple-News und Gerüchte sowie Produkttests. Tagesschau und Co. konsumiert Carsten mit Vorliebe über iPhone-Apps; sein Highscore im FruitNinja Arcade Mode liegt derzeit bei 902.

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